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Arten von Leitstellen



Andere Organisationen

B.Andere Organisationen mit überRegionaler oder öffentlicher Bedeutung und eigenen EinsatzGruppen haben ebenfalls Einsatzleitstellen, z.:.

  • Bus- und Bahnbetriebe
  • Elektrizitätswerke
  • Gaswerke
  • Wasserwerke
  • Autofahrerclubs


Sonderformen

  • Nachalarmierende Stelle (NASt): bei größeren Einsätzen oder einer Vielzahl von Einsätzen (z. B. Unwetterkatastrophe) ist es ggf. sinnvoll, zur Erfüllung der Aufgaben auf untergeordneter Ebene weitere Leitstellen einZurichten, um die zuständige Leitstelle zu entlasten. Gerade bei der Feuerwehr wird das praktiziert, indem ein vorbereiteter Funkraum durch eine Freiwillige Feuerwehr besetzt wird und Regional Aufgaben zur Einsatzunterstützung wahrnehmen kann.
  • Integrierte Leitstelle (ILSt, auch zentrale Leitstelle - z.Lst.): in einer ILSt wird Rettungsdienst, Feuerwehr und Katastrophenschutz gemeinsam disponiert. Dies verringert den Personal- und Technikaufwand erheblich und soll unklare Sachlagen vermindern, indem informationen direkt (sozusagen von Tisch zu Tisch) fließen können. Es bedeutet aber auch, dass die eingesetzten Disponenten / Einsatzsachbearbeiter eine sehr weitreichende Ausbildung in allen Sachgebieten benötigen. Integrierte Leitstellen stellen in einigen Bundesländern den Standard dar (z. B. Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Hessen: Zentrale Leitstellen). Die Tendenz geht aber mittlerweile auch in anderen Bundesländern (z. B. Bayern) zu ILSt. Auch in Tirol strebt man mit der Gründung der ILL - Integrierte Landesleitstelle Tirol GmbH eine überRegionale Koordinierung von Feuerwehr-, Rettungs- und Alpineinsätzen an.
  • Integrierte Regionalleitstelle (IRLS): Auch Integrierte Rettungsleitstelle genannt. Mit Beginn des Jahres 2002 hat in Elmshorn bei Hamburg (Schleswig- Holstein) die bundesweit erste Integrierte Regionalleitstelle ihren Dienstbetrieb aufgenommen. Das Tätigkeitsfeld dieser Leitstelle umfasst neben den klassischen Einsatzgebieten Rettungsdienst, Krankenbeförderung, Brandschutz und technische Hilfeleistung auch die Einsatzlenkung im Katastrophenschutz. Zuständig ist sie für die Kreise Pinneberg, Steinburg und Dithmarschen, mit zusammen ca. 560.000 menschen auf einer Fläche von 3.156 km². Das Besondere an einer Regionalleitstelle ist hier die überregionale Zusammenarbeit mehrerer landkreise in mehreren Fachdiensten. Während die polizei dem Land obliegt, ist der Rettungsdienst eine einrichtung des landkreises oder von landkreisverbünden (Rettungszweckverband) und die Feuerwehr eine kommunale Einrichtung.
  • Kombinierten Leitstellen: hier werden Feuerwehr, Rettungsdienst und polizei gemeinsam disponiert. Sie entsprechen dem Typ der "Emergency Dispatch Center", wie er in den angelsächsischen Ländern üblich ist.
    In Deutschland sind diese nicht gebräuchlich. Allerdings wird in einigen ländlichen Gebieten ohne ständig besetzte Feuerwehrleitstelle (v. a. in Bayern) die Feuerwehr über die polizeieinsatzzentralen (PEZ) alarmiert. Dies wird besonders in Bayern in den nächsten jahren auch der Vergangenheit angehören, da flächendeckend ILSt eingerichtet werden.
  • Mobile Leitstelle (MLS): Es handelt sich um ein geräumiges Sondereinsatzfahrzeug, das die Kernfunktionen einer Leitstelle auf engstem Raum Vereint und bei Freiluftveranstaltungen, Großschadenereignissen bzw. Katastrophen eingesetzt wird. Während eines solchen Einsatzes erfolgt die gesamte Regionale Kommunikation über diese einrichtung, welche dem Einsatzleiter untersteht. Der Vorteil besteht darin, dass die MLS unabhängig operiert und somit die regulären Leitstellen entlastet werden (siehe auch Einsatzleitwagen).

Die Begriffe "Kombinierte Leitstellen" und "Integrierte Leitstellen" werden - obwohl von der Bedeutung her unterschiedlich - oft auch synonym verwendet.

  • In Deutschland betreiben der Bund und die Länder das Gemeinsames Melde- und Lagezentrum, es leitet zwar keine Einsätze direkt, führt aber die überörtliche Lage.



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